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Nachbarschaftsbibliothek bleibt erhalten!

Nun ist es amtlich: Nach Beschluss des Doppelhaushaltes 2012/2013 ist die Nachbarschaftsbibliothek gerettet, die nötigen rd. 5.000 EUR wurden wieder in den Haushalt eingestellt.

Auch zahlreiche andere Kultur- und Bildungseinrichtungen im Bezirk wurden wieder von der Streichliste genommen, so z.B. die Bibliothek in Wilhelmsruh. Der öffentliche Druck hat also offensichtlich Wirkung gezeigt.

Allerdings ist sich der Bürgerverein Französisch Buchholz darüber einig, dass künftig strukturell über die finanzielle Ausstattung von Kultureinrichtungen nachgedacht werden muss. Es kann nicht sein, dass „alle zwei Jahre“ eine Schließung droht, die dann doch noch abgewendet wird.

Die Bezirks- und Landespolitik muss sich darüber klar werden, was ihr die Kultur Wert ist.

Bürgerverein unterstützt Nachbarschaftsbibliothek

Jeder weiß, wie wichtig Stadtteilbibliotheken für die Bürger sind. So leiht die Nachbarschaftsbibliothek in jedem Jahr etwa zehn Tausend Bücher aus, vor allem an Menschen, die auf eine Bibliothek existentiell angewiesen sind. Im Jahre 2011 haben über 400 Leser Bücher ausgeliehen. Über die Hälfte davon waren Kinder aus dem Wohngebiet.

In der Bibliothek arbeiten ehrenamtlich 20 Mitarbeiter mit großer Hingabe und vorbildlicher Disziplin – viele sind davon von Anfang an dabei und wurden mit dem Freiwilligenpass des Senats und anderen Auszeichnungen geehrt. Sie tun dies, nicht aus Langeweile, sondern weil sie die immer wieder erhobene Forderung der Politik, sich durch bürgerschaftliches Engagement an der Lösung der Aufgaben der Gesellschaft zu beteiligen, ernst nehmen, weil sie gebraucht sein wollen.

Absolut unverständlich ist dem Bürgerverein, warum die etwa 5.000 € Miet- und Nebenkosten, die jährlich vom Bezirksamt für die Nachbarschaftsbibliothek übernommen werden, einen wesentlichen Beitrag für das Kürzungsvolumen in Höhe von 1 Million € leisten können. Auch hier stellt sich auch aus Sicht des Bürgervereins die Frage nach Sinnhaftigkeit der Kürzungspläne des Kulturstadtrates Kühne. Auch sollte darüber nachgedacht werden, welche Folgekosten entstehen, wenn die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen beschnitten wird.

Wenn auch Sie die Bibliothek unterstützen wollen, drucken Sie sich doch die Unterschriftenliste aus und tragen sich ein! Wir leiten diese dann weiter.

Für Rückfragen können Sie sich gerne an Sascha Schlenzig unter 030 / 214 646 57 wenden.