Fruehjahr2014

Spaziergang mit der Ortschronistin von Französisch Buchholz zur Gravenstein-Anlage

Im vorigen Jahr hat die Kleingarten-Anlage Gravenstein, an der Ludwig-Quidde-Straße, für all ihre Wege insgesamt 20 neue Namen erhalten (lt. Amt). Den kleinen faux pas, dass es sich beim Namen der Anlage „Gravenstein“ um einen Apfel handeln soll, wonach deshalb alle Wege mit den seltsamsten Apfelnamen benannt wurden, verschmerzen die Buchholzer. Die Apfelsorte heißt natürlich Grafensteiner, dass wissen selbst alle Buchholzer Kinder. Natürlich handelt es sich bei Gravenstein um den Bankier Albert Gravenstein (1831-1909) aus Wilmersdorf, dem einst das Buchholzer Schlösschen mit den Parkanlagen gehörte.

Einer der berühmtesten Namen in unseren Straßen ist die Gellertstraße, bereits vor 1911 benannt nach dem Dichter der deutschen Aufklärung Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769). Gellert wirkte als Universitätslehrer für Poesie vor allem in Leipzig und wurde durch seine Fabeln und Erzählungen bekannt. Er galt als volkstümlichster Dichter seiner Zeit und war durch seine Kultur-Lehre über das „rechte Briefeschreiben“ sehr gefragt. Per Briefpost wurden damals alle Geschäfte angewiesen, sämtliche Verbindlichkeiten geregelt – ob durch persönliche Schreiben, Geheimdepeschen oder Liebesbriefe. Zudem war Gellert der Lieblingsschriftsteller der Preußischen Königin Elisabeth Christine (1715-1797). Es ist ein willkommener Anlass, unseren Spaziergang einen Tag nach dem Welttag der Poesie am 21.3.2014 diesem berühmten Dichter zu widmen und die günstige Verbindung dieser Straße von der Eddastraße aus zu nutzen. Unser Weg führt uns also, nach der Fern-Besichtigung der neuen Wohnanlage (im Bau) zwischen Berliner Straße und Parkgraben von der Dr.-Markus-Straße, über die Eddastraße zur Gellertstraße. Von hier aus gehen wir in festem Schuhwerk „paradiesischen“ Äpfeln entgegen: auf dem Paradiesapfelweg, um dann auf dem östlichen Weinapfelweg entlang der gesamten Gravenstein-Anlage am nördlichsten Punkt, am Silberapfelweg, zur Gravensteinstraße zu gelangen, die um 1908 so benannt wurde.

Von dort aus führt mein Weg in das Dieter Geisthardt-Archiv in der Feuerwache, wo an diesem Samstag, d. 22.3.2014, ab 12 bis 14 Uhr, Sprechstunde stattfindet. Wer Lust hat mitzukommen und in den Akten zu stöbern, ist herzlich willkommen.

Lesen Sie bitte die hier angefügte pdf-Datei, dort finden Sie auch, zur besseren Orientierung, die Liste der neuen Namen, mit den vorherigen Wege-Namen.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen am Samstag, dem 22. März 2014.

! Sollte es in Strömen regnen, müssen wir den Spaziergang wegen der unbefestigten Wege auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die Sprechstunde findet statt.

À bientôt
Ihre Anne Schäfer-Junker
Ortschronistin von Französisch Buchholz, Handy: 0177 – 756 55 55
Internet: www.aujourd-hui.de                E-Mail: info(at)aujourd-hui.de
Einladung zum Download (PDF)

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